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Energiesparlampen: LED liegen vorne

Detailaufnahmen verschiedener energiesparender Lampen

Die „guten“ alten Glühlampen verschwinden nach und nach vom Markt, aber ein echter Nachfolger ist noch nicht gefunden – so scheint es zuweilen. Dabei stehen inzwischen mehrere alternative technische Konzepte zur Verfügung, die Haus, Wohnung und Garten zuverlässig erleuchten. Die Stiftung Warentest hat jetzt die aktuell am Markt verfügbaren Leuchtmittel verglichen, und siehe da: Erstmals stehen LED-Lampen ganz oben auf dem Siegertreppchen. Das ist nicht ganz verwunderlich.



Lampen-Testanlage für den Dauertest
Aber von vorne: Kandidaten des Tests waren 14 Kompaktleuchtstofflampen (besser als Energiesparlampen bekannt), vier Lampen mit LED-Technik sowie zwei Halogenglühlampen. Alle Konzepte haben ihre Vor- und Nachteile. Energiesparlampen verfügen nicht immer über ein natürliches Lichtspektrum, sind zuweilen reaktionsträge und unlängst wegen ihres Quecksilber-Gehalts ins Gerede gekommen. Halogenlampen verbreiten helles, natürlich wirkendes Licht, verbrauchen aber deutlich mehr Strom als die Konkurrenz. LED-Lampen schließlich sind äußerst sparsam, kosten aber selbst eine hübsche Stange Geld, das erst einmal wieder über die Energieeinsparung hereinkommen muss – bei 15 Euro beginnt das Preisspektrum und findet erst bei happigen 60 Euro sein Ende.

Dennoch befand die Stiftung die LED-Lampen von Philips, Toshiba und Osram nach Abwägung aller Aspekte als beste Wahl. Kein Wunder, denn außer dem stolzen Preis gibt es hier kaum einen ernsthaften Nachteil zu verzeichnen, und der Preis wird wie bei den meisten technischen Produkten mit wachsenden Stückzahlen recht zuverlässig sinken.

Hinter den LED gingen mit Produkten von Osram und Megaman Vertreter der Kompaktleuchtstofflampen mit einer Nasenlänge Unterschied durchs Ziel. Positiv bewerteten die Tester bei den Energiesparlampen zusätzliche Hüllkolben und einen Splitterschutz – damit wird im Fall der Beschädigung das Austreten von Quecksilber unwahrscheinlicher. A propos Quecksilber: Hier schloss sich die Stiftung den Stimmen an, die statt flüssigem Quecksilber in Lampen die legierte, feste Form, das sogenannte Amalgam, propagieren, solange Quecksilber technisch noch notwendig ist.

Die Halogenlampen mussten schließlich dem Testfeld die rote Laterne hinterher tragen. Zu hoch war der Energieverbrauch.

Der vollständige Test findet sich in der März-Ausgabe des Magazins „test“. Außerdem ist er unter der Adresse www.test.de/energiesparlampen per Internet erhältlich. [ha]


Update 24.2., 14:35 Uhr:
osram_logo
In einer Pressemitteilung zum Testergebnis freut sich Testsieger Osram verständlicherweise über das gute Abschneiden seiner Produkte. Der Empfehlung der Tester, in Energiesparlampen ausschließlich amalgamiertes Quecksilber zu verwenden, mag sich der Hersteller allerdings nicht anschließen.

Die Begründung: Bei einem Bruch der Lampe sei das legierte Quecksilber nur dann sicherer, wenn die Lampe ausgeschaltet ist. Im Normalgebrauch könne außerdem kein Quecksilber entweichen. Osram bietet beide Varianten an und möchte offenbar keiner den Vorzug geben. Weitere Informationen zum Thema Quecksilber in Energiesparlampen hält Osram im Internet unter www.osram.de/quecksilber bereit. [ha]


Fotos: Stiftung Warentest, Logo: Osram
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