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Holz-Beize aus dem Baukasten

Nahaufnahme Kleinkinder-Hand mit bunten Bauklötzen

Wer sich als Heimwerker die traditionelle Holzbearbeitung zum Hobby gemacht hat, kennt das Problem im Kleinen: Für ein bestimmtes Projekt hat man sich Beize zum Färben des Holzes besorgt, braucht aber natürlich nur einen Teil davon. Beim nächsten Projekt benötigt man einen anderen Farbton, verwendet wieder nicht alles. So reihen sich mit der Zeit angebrochene Fläschchen und Pulvertüten aneinander, und wenn es dem Werkstattbesitzer eines Tages zu bunt wird, fliegt alles in den Müll. Remmers klärt jetzt diese Situation auf verblüffend einfache Weise, hat aber mit seinem Beizensystem eher die Profi-Tischler im Auge.



Die trifft es nämlich bedeutend härter als den Hobby-Schreiner: Sie haben häufiger auf Kundenwunsch die unterschiedlichsten Farb-Anforderungen zu erfüllen, arbeiten naturgemäß mit größeren Mengen, und was beim Heimwerker zum verschmerzbaren Hobby-Etat zählt, ist beim Tischler unnütz gebundenes Kapital.

Sachschuss Remmers-Beizen mit Musterstücken
Die einfache Idee: Drei bis vier Konzentrate reichen aus, um eine nahezu unendliche Vielzahl an Farbtönen selbst zu mischen – jeweils ganz nach Bedarf in Kleinstmengen oder in Ansätzen zu mehreren Litern. Die erzielten Farbtöne lassen sich nach Bedarf natürlich auch stufenlos aufhellen – Wasserbeizen durch Wasserzugabe, Lösemittelbeizen mit dem zugehörigen Lösemittel.

Was so simpel klingt, ist übrigens in der Entwicklung alles andere als trivial. Es reicht schließlich nicht, mit den Primärfarben Gelb, Blau und Rot zu arbeiten, sondern aus dem recht engen Spektrum der Brauntöne müssen sich mit wenig Aufwand zugleich treffsicher und nuancenreich natürlich wirkende Farben mischen lassen, ohne dass der Anwender die wissenschaftliche Farbenlehre bis ins Kleinste beherrscht. Das geht nur, wenn die Grundtöne so komponiert sind, dass sich die Vielfalt der Holztöne mit wenigen Schritten und einfachen Rezepten erreichen lässt.

Holzmaserung mit Farbvarianten

Dieses Kunststück ist Remmers offenbar gelungen, und so wird der Beizenbaukasten für Lösemittelbeizen ebenso wie für wasserbasierte Kompakt- und Positivbeizen oder Wachsbeizen mit eigener Schutzfunktion angeboten. Was alles mit welchen Mitteln möglich ist, erläutert eine Broschüre zum Beizenkonzept, die Sie auf www.remmers.de kostenlos als PDF herunterladen können.

Die Ausrichtung auf professionelle Anwender ist für „Amateure“ natürlich ein Pferdefuß, denn für etliche Hobby-Tischler wird schon die kleinste Gebindegröße von 1 Liter einen Lebensvorrat darstellen – wenn man davon ausgeht, dass man für das volle Spektrum der Möglichkeiten drei oder vier Grundbeizen braucht. Aber es spricht ja auch nichts dagegen, sich mit befreundeten Holzwerkern zusammenzutun und den Baukasten aufzuteilen. [ha]

Fotos: Remmers, mgf, SXC
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