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Gartenteich kindersicher machen

Kleinkind sitz am Rand eines Pools

Gartenteiche und Pools – was für Erwachsene ein idyllischer Erholungsort ist, kann für Kinder zur tödlichen Falle werden. Kleinkinder können theoretisch schon in einer Pfütze ertrinken, da sich die Atemwege reflexartig verschließen, wenn das Gesicht in Wasser taucht. Und auch Erwachsene sind gefährdet, wenn sie beispielsweise auf einer feuchtfröhlichen Gartenparty unbemerkt alkoholisiert in einen Teich oder Pool fallen. Das ist noch kein Grund, den Gartenteich vorsorglich zuzuschütten, doch auf wirksame Sicherungsmaßnahmen sollte kein Teichbesitzer verzichten.



Junge holt einen Ball aus dem Wasser
Hier fährt man am besten mehrgleisig. Die einfachste und wirksamste Methode besteht nach wie vor darin, Kinder vom Wasser fernzuhalten und sie ständig im Auge zu behalten – je kleiner sie sind, desto wichtiger. Teiche kann man mit einfachen Mitteln einzäunen, Regentonnen mit einem stabilen Deckel verschließen, Pools mit einer Abdeckung versehen. Das ersetzt zwar nicht die Aufsicht durch Erwachsene, aber man bemerkt schon frühzeitig, wenn die Kleinen versuchen, das jeweilige Hindernis zu überwinden.

Als ergänzende Maßnahme zum Schutz des Entdecker-Nachwuchses können Teichwarner wie der Poolwatcher dienen. Sie schwimmen auf der Wasseroberfläche und geben Alarm, sobald sich das Wasser heftiger bewegt. Je nach Ausführung lässt sich ihre Empfindlichkeit einstellen, so dass sie nicht schon beim leisesten Windhauch Alarm auslösen.
Teichwarner Poolwatcher schwimmt auf dem Wasser
Natürlich können Teichwarner keine Unfälle verhindern, aber sie machen sich in kurzen Momenten der Unaufmerksamkeit durchaus nützlich. Bei technisch hochwertigen Geräten ist die einzige Schwachstelle der menschliche Faktor: Sie müssen auch wirklich benutzt werden, und man sollte sich vor allem nach der Winterpause davon überzeugen, dass die Batterie noch ausreichend Energie liefert.

Weniger empfehlenswert ist die Sicherung eines Teichs durch kräftige Gitter, etwa Baustahlmatten, knapp unter der Wasseroberfläche. Kleinkinder können dann trotzdem noch in Kontakt mit dem Wasser kommen, und die Bewehrung kann sich immer noch ein wenig durchbiegen, wenn das Gewicht eines Kindes darauf lastet. Zudem macht die Verankerung vor allem bei naturnahen Folienteichen oft Probleme. Wir sehen solche Gitter eher als Zusatzmaßnahme, wenn es darum geht, Teiche mit massiven Becken und relativ kleiner Grundfläche zu sichern.

Alles in allem schützt in erster Linie die Aufmerksamkeit und ständige Anwesenheit von Erwachsenen. Mechanische Sicherungen geben zusätzliche Zeit, Teichwarner überbrücken kurze Zeiten der Ablenkung. Außerdem sinnvoll: Wenn junge Familien ihren ersten Garten anlegen, sollte der Gartenteich nicht ganz oben auf der Liste der Ausstattung stehen. Meist hat man ohnehin in den ersten Jahren genug anderes einzurichten und zu erledigen, so dass der Bau eines Gartenteichs ohne weiteres Zeit hat, bis die Kinder aus dem Vorschulalter heraus sind. [ha]


Fotos: Poolwatcher/HLC
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