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Im Winter: Dach kontrollieren

(Foto: Freistehendes Haus im Winter)

Bisher zeigt sich die eigentlich kalte Jahreszeit eher von ihrer milden Seite. Doch es wäre nicht das erste Mal, dass der Winter im Januar oder Februar das nachholt, was er vor und an Weihnachten vermissen ließ. Hausbesitzer sollten in jedem Fall auf Eis und Schnee vorbereitet sein. Dazu gehört eine Kontrolle des Daches, solange es noch frei zugänglich ist. Aber auch wenn sich schon eine Schneedecke darauf gebildet hat, lohnt sich hin und wieder ein Blick aufs Dach. Dabei nämlich lassen sich Schwächen in der Abdichtung und Dämmung recht gut entlarven.



Haus mit Steildach im Schnee
Vor dem Einfall von Eis und klirrender Kälte sollte man vor allem Anschlüsse und Übergänge kontrollieren. Dazu raten die Experten des Online-Portals dach.de. Rund um Dachfenster, Schornsteine, Lüftungsrohre oder Antennen können sich kleine Risse oder Spalten bilden, da die angrenzenden Materialien unterschiedlich auf Temperaturschwankungen oder Änderungen der Luftfeuchtigkeit reagieren. Dringt dort beispielsweise ein wenig Regenwasser ein, können sich die Schäden bei kräftigem Frost schnell vergrößern.

Eine Sichtkontrolle des Dachs können Sie selbst vornehmen. Jedenfalls so weit, wie es gefahrlos etwa vom Dachfenster aus oder von innen her möglich ist. Das Dach betreten sollten nur Fachleute, die die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen in der Eigensicherung besitzen. Der Profi sollte auch gerufen werden, wenn Sie verdächtige Stellen entdecken, denn Dachreparaturen sind meist nicht trivial.

Im Vorfeld von Frost und Kälte sollte man in gefährdeten Gebieten auch Schneesicherungen überprüfen oder anbringen lassen. Das können beispielsweise Schneefanggitter sein. Allerdings ist die Neuinstallation eher ein Thema für Schönwetterperioden, wenn problemloser am Dach gearbeitet werden kann.


Wenn Schnee auf dem Dach liegt


Eiszapfen an der Dachtraufe
Eine Schneedecke kann nicht nur Schäden verursachen, sie kann auch dabei helfen, Schäden zu entdecken. Vor allem wenn sie relativ dünn ist, zeigen sich schnell Probleme an der Dämmung: Taut der Schnee an einzelnen Stellen weg, können sich dahinter Schäden an Dämmung oder Abdichtung verbergen. Das Dach ist hier wärmer und führt zum schnelleren Tauen der Schneedecke. Damit Sie für eine spätere Reparatur die Stellen ohne weiteres wieder lokalisieren können, sollten Sie Fotos davon machen.

Bei dickeren Schneedecken zeigen sich Wärmelecks meist nicht so offensichtlich. Hier können aber Eiszapfen an der Traufseite ein Hinweis sein. Die unterste Schicht der Schneedecke ist dann geschmolzen, das Wasser läuft Richtung Dachrinne. Ist sie gefroren, läuft sie über, und das herablaufende Wasser erstarrt zu Eiszapfen. Auch hier ist ein Foto für das spätere Wiederauffinden der verdächtigen Stellen eine gute Idee. [ha]


Fotos: dach.de, Braas, Colin Brough
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