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LED-Lampe: Licht wird beim Dimmen wärmer

(Foto: Baratmosphäre mit gedämpftem, rötlichem Licht)

Dass LED-Lampen deutlich effizienter mit dem Strom umgehen als Glüh- oder Halogenlampen, macht sie zur ersten Wahl für Sparfüchse. Doch geringer Verbrauch ist nicht das Einzige, was bei der Beleuchtung zählt. Auch die Farbe des Lichts – genauer: die Farbtemperatur – und das Verhalten beim Dimmen sind Aspekte, die über die Tauglichkeit zur Wohnraumbeleuchtung mit entscheiden. Bei Glühlampen war die Behaglichkeit quasi schon im Funktionsprinzip enthalten, bei LED-Lampen ist für den gleichen Effekt einiges an technischen Anstrengungen erforderlich. Die können aber durchaus erfolgreich sein, wie eine Neuentwicklung jetzt zeigt.



Doch zunächst ein wenig Basis-Know-how: Eine Glühlampe erzeugt das Licht mit einem dünnen Faden. Fließt Strom hindurch, beginnt er zu glühen – bei wenig Strom rötlich, bei zunehmendem Strom immer heller bzw. weißer. Hier verändert sich die sogenannte Farbtemperatur. Sie wird in Kelvin (K) gemessen. Die folgende Skala zeigt Farbtemperaturen, wie wir sie sehen, und die zugehörigen Werte in K:

Farbtemperatur-Skala

Eine 60-Watt-Glühlampe erreicht bei voller Leistung eine Farbtemperatur von 2700 Kelvin, das entspricht einem warmweißen Licht. Dimmt man nun eine solche Lampe, wird sie nicht nur dunkler, sondern auch ihre Farbtemperatur sinkt, das Licht wird rötlicher. Das entspricht auch genau den natürlichen Verhältnissen, die schon in all den Jahrtausenden vor Erfindung des elektrischen Lichts herrschten: Sinkt abends die Sonne, dann scheint ihr Licht rötlicher, weil es durch den niedrigeren Winkel zum Betrachter mehr von der Erdatmosphäre durchdringend muss. Und genau deshalb wirkt rötlicheres Licht gemütlicher und behaglicher, weil es uns ganz natürlich auf die Nacht und den Schlaf einstimmt.

Glow-Dim-LED-Lampe von Osram
Bei LED ist das anders. Wenn man sie dimmt, nimmt zwar ebenfalls ihre Helligkeit ab, die Farbtemperatur bleibt aber konstant. Das liegt an der gänzlich anderen Technik, mit der hier das Licht erzeugt wird. Man kann einer LED-Lampe aber das gewohnte und der menschlichen Natur entsprechende Verhalten beibringen. Das hat Osram jetzt in seiner neuen Serie Parathom Adavanced GLOWdim gelöst, indem in die Lampe mehrere LED mit unterschiedlichen Farbtemperaturen integriert wurden. Je nach Dimmzustand wird ihr Licht so gemischt, dass die Farbtemperatur mit der Helligkeit sinkt. Der Hersteller nennt dieses Prinzip Glow-Dim-Technik.

Bei voller Leistung leuchten die Lampen mit 2700 K. Beim Dimmen sinkt die Temperatur stufenlos bis hinab auf 2000 K bei einem Zehntel der vollen Helligkeit. Das kommt unseren Sehgewohnheiten schon deutlich näher. Außerdem hat man sich hier um eine möglichst breite Kompatibilität mit den verschiedenen Dimmer-Techniken bemüht. So lassen sich die Glow-Dim-Lampen mit zahlreichen Dimmertypen steuern. Informationen zur Kompatibilität bestimmter Lampen und Dimmer finden Sie auf der Seite www.osram.de/dim zum Herunterladen.

Ein Problem bei LED-Lampen ist auch die nicht immer ganz natürliche Farbwiedergabe. Während Glühlampen ein kontinuierliches Farbspektrum abgeben, kann das von LED-Lampen Lücken aufweisen und deshalb einzelne Farben verfälscht wiedergeben. Die Qualität der Farbwiedergabe wird durch den sogenannten Farbwiedergabeindex (Color Rendering Index, CRI) markiert. Glühlampen liegen hier beim höchsten Wert 100. LED liegen darunter, der Wert bleibt aber auch bei der niedrigsten Farbtemperatur der neuen Lampe noch über 80. [ha]


Fotos: Osram (2), Holek/Wikimedia Commons CC BY-SA 2.5 PL (1)
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