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Dämmplatten aus Kalk und Gips

(Foto: Dämmplatte mit Säge zuschneiden)

Eine gute Dämmwirkung ist in etlichen Fällen nicht zu haben, ohne dass man auch Nachteile in Kauf nimmt. Manche Dämmstoffe sind brennbar, andere diffusionsdicht, wieder andere können verrotten oder tragen bei der Produktion merklich zum CO2-Ausstoß bei. Bei den neuen Liquid-Pore-Dämmplatten ist das nach Angaben des Herstellers ganz anders: Die aus geschäumtem Kalk und Gips bestehenden mineralischen Platten tragen während der Herstellung nur wenig zur CO2-Belastung bei, sind nicht brennbar, sehr diffusionsoffen und wirken Algen- oder Schimmelbefall entgegen.



Anwenden lassen sich die porösen Platten bei der Dämmung von innen ebenso wie für die Fassadendämmung von außen oder die Dämmung von Dachschrägen. Bei der Innendämmung fixiert man den Dämmstoff mit einem diffusionsoffenen mineralischen Kleber auf der Wandfläche. Durch die Beschichtung mit Kalkputz und Farbe erhält man dann eine Wandfläche, die sich weiter nach den individuellen Wohnwünschen gestalten lässt.

Porengröße im Vergleich mit einem 50-Cent-Stück
Die Platten, die in Stärken von 40 bis 100 mm erhältlich sind, eignen sich außerdem auch für das Belegen von Trennwänden. Hier werden sie auf die Grundbeplankung aus Gips- oder OSB-Platten geklebt und anschließend ebenfalls verputzt.

Bei der Verwendung als Fassadendämmung von der Außenseite her verklebt man den Dämmstoff wieder mit dem Mauerwerk und sichert ihn zusätzlich mit Wandankern. Nach dem Aufbringen einer mit Gewebe armierten mineralischen Putzschicht kann ein Oberbelag wie etwa ein mineralischer Strukturputz aufgebracht werden.

Dachschrägen schließlich werden mit Liquid Pore von außen gedämmt. Die Dämmung bildet dann eine wärmebrückenfreie durchgehende Schicht. Wie bei allen Außendämmungen für Dachschrägen ist dies allerdings in der Regel keine für Heimwerker geeignete Aufgabe. Auch lohnt sie sich eher dann, wenn ein Dach neu erreichtet wird oder wenn es ohnehin im Zuge einer Sanierung neu gedeckt werden muss.


Öko-Dämmstoff


Der Hersteller bezeichnet Liquid Pore als umweltfreundlichen Dämmstoff. Dabei stützt er sich auf verschiedene Faktoren: Der Mineralschaum erzielt durch die wenig energieaufwendige Herstellung sehr schnell eine positive CO2-Bilanz. Für Putze oder Farben sind außerdem auch bei der Anwendung außen keine bioziden Ausrüstungen notwendig, da sich zum einen auf dem wärmespeichernden Baustoff laut Hersteller kein Tauwasser niederschlägt, das zur Besiedelung mit Algen führen kann, zum anderen der enthaltene Kalk selbst vor Algen oder Schimmel schützt. Und schließlich lässt sich die komplette Fassadendämmung recyceln, da sie vollständig mineralisch aufgebaut ist.

Komplette Dämmplatten
Unter dem Gesichtspunkt der Baubiologie und der Wohngesundheit sollen die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften des Dämmstoffs für ein angenehmes Raumklima sorgen. Da die Platten sehr diffusionsoffen sind, sammelt sich keine Feuchtigkeit im Wandaufbau.

Angenehm soll es im Inneren eines mineralisch gedämmten Hauses auch im Sommer durch die hohe Wärmespeicherfähigkeit werden. Das liegt daran, dass aufgenommene Sonnenwärme erst nach mehreren Stunden an die Innenräume abgegeben wird. Fachleute sprechen hier von der sogenannten Amplitudenverschiebung: Hitze dringt nicht sofort ein, sondern idealerweise erst in den Nachtstunden, wenn in den Räumen durch Lüften leicht für Abkühlung gesorgt werden kann.

Hinsichtlich der Schadstoff- und Emissionsanforderungen sind die Liquid-Pore-Platten vom Kölner eco-Institut zertifiziert. Außerdem sind sie bauaufsichtlich zugelassen und als nicht brennbar der Baustoffklasse A1 zugeordnet.

Derzeit sind die Platten in der Größe 40 x 60 cm und in 40 bis 100 mm Stärke erhältlich. Der Quadratmeterpreis beginnt bei etwa 39 Euro. Vertriebspartner und Verarbeiter finden Sie unter der Adresse www.liquid-pore.com/verarbeiter-und-vertriebspartner auf der Herstellerseite. [ha]


Fotos: Liquid Pore Deutschland KG
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