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Neue Energielabel für Lampen

(Foto: Puristische Lichtszene)

Nicht nur für große Haushaltsgeräte, auch für Lampen gibt es das Effizienzlabel der EU. Daran kann man auf einen Blick erkennen, in welcher Liga das jeweilige Leuchtmittel beim Energieverbrauch spielt. Zum 1. September 2013 kommen neue Effizienzklassen für das Label hinzu, andere fallen weg. Der Grund: Lampen werden immer bescheidener, was ihren Verbrauch angeht, die schlimmsten Stromfresser sind aus den Verkaufsregalen weitgehend verschwunden. Außerdem neu ab März 2014: Auch Leuchten müssen dann gekennzeichnet werden. Einen Überblick über die neuen Kennzeichnungsklassen finden Sie hier.



Neues Effizienzlabel für Lampen
Nach den ab 1. September geltenden Kennzeichnungsrichtlinien müssen nun alle Haushaltslampen und LED-Module in eine der Effizienzklassen A++ bis E eingestuft werden, wenn sie einen Lichtstrom von 30 Lumen oder mehr abgeben. 30 Lumen sind ein sehr geringer Wert, so dass es nur wenige Ausnahmen geben wird (eine Übersicht zu den Lichtstromwerten gängiger Energiesparlampen und herkömmlicher Glühlampen finden Sie hier). Die bisher von der Kennzeichnungspflicht ausgenommenen Lampen mit gerichtetem Licht – also etwa Reflektorlampen – müssen dann ebenfalls in eine der Klassen eingestuft werden.

Kenntlich gemacht ist durch den schwarzen Pfeil auf dem Label, zu welcher Klasse die Lampe gehört. Außerdem findet sich hier neben der Hersteller- oder Markenbezeichnung und einem Produktcode (in der Beispielgrafik oben bei I und II) die Angabe, wie viele Kilowattstunden eine Lampe während 1000 Betriebsstunden verbraucht. Dieser Wert ist recht praxisorientiert, da er der durchschnittlichen jährlichen Nutzung einer Lampe in Privathaushalten entspricht.



Wie sieht die neue Einteilung konkret aus?


Klasse A++ ist die beste Effizienzklasse. Hier werden sich zunächst nur wenige besonders effiziente LED-Leuchtmittel finden. Außerdem fallen darunter einige Spezialisten aus dem Bereich der Hochdruckentladungslampen, die in Haushalten aber praktisch keine Rolle spielen, sondern eher bei der Straßenbeleuchtung oder in Sportstadien anzutreffen sind.

Klasse A+ wird sehr gute LED-Module und sehr effiziente Energiesparlampen umfassen, außerdem weitere Hochdruckentladungslampen.

In Klasse A findet sich ein großer Teil der LED, der LED-Lampen, der Energiesparlampen und anderer Leuchtstofflampen („Neon-Röhren“). Matte Lampen aller Arten und jeder Leistung müssen mindestens die Anforderungen dieser Klasse erfüllen.

Klasse B umfasst beispielsweise besonders effiziente Niedervolt-Halogenlampen, wie man sie etwa in Deckenlichtern antrifft, die über einen Trafo gespeist werden.

Typisch für Klasse C sind sehr sparsame Hochvolt-Halogenlampen, die also direkt an der Netzspannung betrieben werden. Weniger sparsame Exemplare finden sich in Klasse D wieder – das wird wohl auf den größeren Teil der angebotenen Halogenlampen zutreffen. Auch herkömmliche Glühlampen konnten im besten Fall die Klasse D erreichen.

In Klasse E sammelt sich der Rest. Also etwa der Großteil der noch im Markt verbliebenen Glühlampen.


Neu: Kennzeichnung von Leuchten


Ab März 2014 wird das Effizienzlabel auch auf Leuchten zu finden sein. Dabei geht es allerdings nicht um die Effizienz der Leuchte selbst, da sie zum größten Teil vom darin eingesetzten Leuchtmittel abhängt. Folgerichtig wird auf dem Label mitgeteilt, zu welcher Klasse die Leuchtmittel gehören, die darin eingesetzt werden können und zu welcher Klasse das mitgelieferte Leuchtmittel gehört.

Label für Leuchten ab März 2014

Auf dem Label wird es auch vermerkt sein, wenn Leuchtmittel fest darin eingebaut sind (Grafik rechts). Das trifft beispielsweise auf etliche Designerlampen mit LED-Technik zu. [ha]


Fotos: Megaman, Osram; Grafiken: Europäische Kommission
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