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Parkett im Bad? Das geht!

(Foto: großzügioges Bad mit Parkettboden)

Wasser und Holz – die beiden vertragen sich nur so lange, wie der Baum noch im Wald steht. Das ist jedenfalls die gängige Meinung, und deshalb sind die meisten Menschen auch sehr zurückhaltend, was das Verlegen eines Holzbodens im Bad betrifft. Nicht immer zu Recht: Wenn man einige grundlegende Regeln beachtet, kann der natürliche Belag auch in Feuchträumen lange Zeit Freude bereiten. Die Knackpunkte dabei sind die geeignete Holzsorte, die Art der Verlegung und die Behandlung der Holzoberfläche. Hier einige Tipps, die Ihnen beim Anlegen eines Parkettbodens im Badezimmer helfen.



Am Anfang steht die Auswahl der Holzart. Holz nimmt Feuchtigkeit auf und quillt dabei auf. Wenn es wieder trocknet, dann schwindet es. Diese Veränderungen sind gemeint, wenn man davon spricht, dass das Holz „arbeitet“. Zu allem Überfluss arbeitet Holz längs und quer zu den Fasern auch noch in unterschiedlichem Maß.
Detail: Holz am Boden
Bei einem Bodenbelag führen größere Dimensionsänderungen schnell zum Werfen oder Verziehen. Bei der Wahl der Holzsorte bevorzugt man deshalb dichte, harte Hölzer, die wenig Feuchtigkeit aufnehmen.

Als besonders widerstandsfähig auch gegen Feuchteeinflüsse haben sich etliche tropische Hölzer erwiesen. Die Fachleute des Immobilienportals Immowelt nennen hier beispielsweise Jatoba, Merbau, Teak oder Doussie. Wie bei allen Tropenhölzern sollte man beim Kauf auf die Herkunft aus nachhaltiger Forstwirtschaft achten. Dafür bürgen die Prüfsiegel von Organisationen wie FSC oder PEFC. Bei den heimischen Hölzern kämen Eiche oder Nussbaum in Frage.

Die sonst als Bodenbelag so beliebte Buche sollte man im Bad jedoch außen vor lassen. Viele Hobbytischler wissen aus leidvoller Erfahrung, wie stark Buche auf Feuchtigkeitsschwankungen reagieren kann – am Boden verhält sich das Holz nicht anders.


Am besten vollflächig verkleben


Wasser kann sich lange im und unter dem Boden halten, wenn es durch Fugen eindringen und unter den Belag sickern kann. Dann verdunstet es nur sehr langsam und kann zu Schäden führen. Mit einer vollflächigen Verklebung verhindert man schon einmal die Ansammlung von Wasser unter dem Parkett.

Aufmerksamkeit verdienen zudem die Fugen und die Ränder des Belags. Auch sie müssen – so immowelt.de – wirkungsvoll abgedichtet werden. Dazu gehört schon einiges an Erfahrung und Know-how, deshalb sollten Einsteiger und Gelegenheits-Heimwerker die Verlegung einem Fachmann überlassen.


Versiegelung: Öl statt Lack


Eine Versiegelung mit Parkettlack ist sehr robust und auch recht feuchtebeständig. Zumindest solange, wie die Lackschicht nicht beschädigt wird. Ist das einmal geschehen, sickert Wasser an Schadstellen unter die Versiegelung. Die Folgen können Verfärbungen im Holz sein, helle, undurchsichtige Flecken in der
Öl auftragen
Versiegelung oder das Ablösen der Lackschicht. Will man diese optischen Mängel beseitigen, bleibt nur das Abschleifen und Neuversiegeln der gesamten Fläche.

Besser ist hier eine Behandlung mit geeignetem Öl. Das Öl bildet keinen auf der Holzoberfläche aufliegenden Film, sondern dringt ins Holz ein und härtet darin aus. Wasser kann also nicht darunter gelangen. Außerdem bietet eine Behandlung mit Öl den Vorteil, dass sich kleine Schäden und Abnutzungsspuren auch örtlich begrenzt durch Schleifen und erneutes Ölen beheben lassen.

Wie auch immer Sie das Parkett behandelt haben – Sie sollten es in keinem Fall längere Zeit unnötig dem Einfluss von Wasser aussetzen. Das bedeutet: Nach dem Duschen oder Baden wird ausgiebig gelüftet. Außerdem wischt man entstandene Wasserpfützen gleich auf, denn stehen sie längere Zeit auf dem Boden, verträgt das auch der beste Belag auf Dauer nicht. [ha]


Fotos: BIOFA/immowelt.de, Festool
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