Fußleisten selbst neu lackieren

Fußleisten dienen verschiedenen Zwecken: Zum einen überdecken sie bei schwimmend verlegten Böden den Randspalt zur Wand hin. Zum anderen sollen Fußleisten die Wand vor Beschädigungen etwa beim Wischen oder Staubsaugen schützen – deshalb nennt man sie auch Stoßleisten. Und schließlich, finden wir, dürfen Fußleisten außerdem einen dekorativen Zweck erfüllen. Deshalb sollte man ihnen auch hin und wieder einen neuen Anstrich gönnen. Wie Sie Fußleisten schnell und problemlos selbst lackieren, das zeigen wir Ihnen hier.
Übersicht

Fußleisten lackieren Schritt für Schritt
Das brauchen Sie

- Schleifpapier Körnung 180 bis 220, Schleifklotz
- Folie und Kreppband zum Abdecken und Abkleben
- Weißlack
- Flachpinsel
Fußleisten abkleben und anschleifen

An Fußleisten entlang sollten Sie schwach gekrepptes Malerband verwenden, denn damit lassen sich gerade verlaufende Linien besser abkleben. Ein stärker gekrepptes Band eignet sich eher zum Abkleben von Rundungen und unregelmäßigen Begrenzungen.

Sie müssen einen intakten Lack tatsächlich nur anschleifen, damit die Oberfläche glatter wird und der neue Lack besser darauf haftet. Ein Durchschleifen bis zum Holz macht Ihnen nur mehr Arbeit. Abblätternde Lacke dagegen müssen möglichst vollständig entfernt werden. Dafür verwendet man am besten ein elektrisches Schleifgerät wie einen Exzenterschleifer oder einen Oszillationsschleifer.
Wie und womit auch immer Sie schleifen: Vergessen Sie nicht, anschließend den Schleifstaub zu entfernen. Das geht am besten mit einem ganz leicht angefeuchteten („nebelfeuchten“) Lappen.
Fußleisten anstreichen
Alles ist vorbereitet, jetzt kann es ans Anstreichen gehen. Im Beispiel haben wir einen Weißlack verwendet, Sie können aber auch passend zur Einrichtung und zur übrigen Gestaltung des Zimmers einen Buntlack in einem anderen Farbton benutzen.
Das eigentliche Anstreichen ist nicht weiter schwer: Rühren Sie die Farbe mit einem Hölzchen kurz durch und streichen sie dann mit dem Flachpinsel einfach in Längsrichtung auf die Fußleiste. Beachten sollten Sie dabei, dass Sie keine zu dicken Farbschichten auf einmal auftragen. Der Lack kann sonst in Tropfen herablaufen und sogenannte Farbnasen bilden. Auch bilden sich Pinselstrukturen um so eher in der Lackschicht ab, je dicker diese ist.


Am besten sorgen Sie schon beim Aufnehmen der Farbe mit dem Pinsel dafür, dass nicht zu viel Lack zwischen den Borsten gespeichert ist. Ein kleiner Trick: Kleben Sie ein Stück Kreppband quer über die Öffnung der Lackdose und streifen Sie den Pinsel nach jedem Eintauchen dran ab (Fotos oben). Tunken Sie den Pinsel auch nicht zu tief in die Dose, denn auch dadurch nehmen Sie mehr Lack auf als nötig.
Auf den Fußleisten streichen Sie zügig und sparsam den Lack auf und arbeiten sich so voran. Sollte sich zum Schluss herausstellen, dass die Schicht nicht überall deckt, tragen Sie nach dem Trocknen und einem leichten Zwischenschliff eine zweite Lackschicht auf – es ist für ein schönes Ergebnis immer besser, zwei dünne Farbschichten aufzutragen als eine dicke.


Egal, ob eine weitere Schicht folgt oder nicht: Nach dem Lackieren müssen Sie das Kreppband abziehen. Das geschieht, solange der Lack noch weich ist. Sonst riskieren Sie, dass Sie mit dem Kreppband auch kleine Lacksplitter von der Fußleiste abziehen – ein unsauberer Rand wäre die Folge. [ha]
Fotos: Max Bahr

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