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In kleinen Schritten zum Spar-Erfolg

Strom sparen – Tipps und Infos



Symbolfoto: Einkaufszettel mit Posten Strom

Ein wacher Verstand erkennt Stromverschwender im Handumdrehen – zumindest dann, wenn er sich mit der Materie befasst hat, Verbrauchswerte ermittelt und einmal aufmerksam beobachtet, wo er im Alltag überall Strom verbraucht. Salopp könnte man es so ausdrücken: Das wichtigste Stromspar-Gerät sitzt zwischen den Ohren.



Strom spielt im Vergleich zur Heizenergie eine vergleichsweise geringe Rolle beim Gesamtenergieverbrauch im Haushalt. Also könnte man denken, das Stromsparen nicht besonders wichtig ist. Das ist aber ein Fehlschluss, denn Strom zählt zu den teuersten Energieformen. Sie sparen also auch mit der Reduzierung Ihres Stromverbrauchs spürbare Summen. Dazu kommt, dass es von der Produktion bis zur Verteilung ins Haus an etlichen Stellen zu Verlusten kommt. Mit Ihren Einsparungen sorgen Sie also dafür, dass auch erhebliche Mengen an Brennstoffen in Kraftwerken gespart werden können.


Bestandsaufnahme: Ihr Stromverbrauch


Unternehmen Sie doch einfach einen Rundgang durch Ihre Wohnung, und achten Sie darauf, an welchen Stellen wann und wie oft Strom verbraucht wird. Schreiben Sie sich die einzelnen Verbraucher ruhig auf, und ermitteln Sie im Zweifel anhand des Typenschilds oder der Gebrauchsanleitung, wie viel Strom das einzelne Gerät benötigt. Sie werden überrascht sein, wie lang die Liste wird und welche Verbrauchssumme dabei herauskommt.

Wenn Sie nun auf ihrer Liste noch bei jedem Stromschlucker ein Häkchen machen, der zeitweise völlig unnötig vor sich hin werkelt, dann sind ganz schnell die Punkte gefunden, an denen Sie beim Stromsparen am leichtesten und mit garantiertem Erfolg ansetzen können.


Stromverschwender entlarven


Stromverbrauchs-Messegerät
Oder sieht es bei Ihnen anders aus, und es sind nur wenige unnütze Stromverbraucher zusammengekommen? Herzlichen Glückwunsch, dann gehen Sie bereits sparsam mit der teuren Energie um. Damit ist Ihr Auftrag als Stromdetektiv aber noch nicht abgeschlossen. Sie können jetzt den zweiten Schritt in Angriff nehmen: Kommen Sie den heimlichen Verschwendern auf die Spur. Das sind die Geräte und Einrichtungen, die mehr verbrauchen, als sie müssten. Sie sind manchmal nicht ganz einfach zu erkennen, aber kleine Helfer wie Verbrauchsmessgeräte unterstützen Sie dabei.

Verbrauchsmessgeräte kann man bei vielen Energieversorgern ausleihen, oder man kauft sie im Elektronik-Fachhandel. Die Messgeräte werden zwischen Steckdose und Verbraucher gesteckt und protokollieren mit, welche Leistung hindurchfließt. So lassen sich Verschwender leicht von Sparfüchsen unterscheiden.

Die dritte Stufe auf dem Weg zum Stromspar-Profi bewältigen Sie, wenn Sie ganz bewusst mit der Energie umgehen. Tipps dazu haben wir auf den Seiten über Haushaltsgeräte und Beleuchtung zusammengestellt. Außerdem erklären wir in unserem Beitrag über Photovoltaik, wie Sie Ihren eigenen Strom herstellen können. Einige Tipps gelten jedoch grundsätzlich. Wer sie beachtet, kann seinen Gesamtverbrauch schon senken, ohne tiefer in die Materie einzusteigen.


Strom für nichts und wieder nichts


Steckdosenleiste neben Computer
Es ist schon bequem, wenn die HiFi-Anlage oder der Fernseher, der Computer samt Drucker und Monitor ständig einsatzbereit sind. Leider verbrauchen viele, vor allem ältere Geräte auch dann Strom, wenn sie im Standby-Betrieb nichts anderes tun, als darauf zu warten, dass man sie benutzt – im Extremfall rund um die Uhr. Glücklicherweise kann man diesen sinnlosen Stromverbrauch stoppen, ohne auf allzu viel Komfort zu verzichten. Hängt beispielsweise das Computer-System an einer Steckdosenleiste, macht das Hochfahren nicht viel mehr Mühe, als die Geräte aus dem verschwenderischen Schlummer erwachen zu lassen – und das ganz ohne Standby-Kosten.

Grafik Standby-Kosten bei Haushaltselektronik
Typischer Standby-Verbrauch von Geräten der Unterhaltungselektronik pro Jahr bei einem Strompreis von 24 Cent/kWh (Grafik: Deutsche Energie-Agentur)


Sparsamkeit ist ein Kaufargument


Werden der Fernseher oder der HiFi-Receiver aufs Altenteil geschickt, dann sollte man bei einem Neukauf nicht allein auf zeitgemäße technische Funktionen achten, sondern auch auf den Verbrauch. Denn effiziente Geräte begnügen sich teilweise mit weniger als der Hälfte des Stroms, den konkurrierende Energieverschwender verbrauchen. Erfreulicherweise fließt der Stromhunger heute bei zahlreichen Warentests in die Endnoten mit ein. Ansonsten prüfen Sie gezielt die technischen Angaben – dort findet sich auch der Verbrauch. Vergleichen Sie dabei auch den erwähnten Standby-Verbrauch. Moderne LCD-Fernseher etwa verbrauchen im Ruhezustand oft nur ein halbes Watt oder weniger – dann kann man auch deren Standby-Funktion mit einigermaßen ruhigem Gewissen nutzen.


Spart fast immer Geld: Stromanbieter wechseln


Stromzähler
Wenn der Energieverbrauch der Geräte im Haushalt umfassend gesenkt ist, sind Ihre Sparmöglichkeiten immer noch nicht ausgereizt. Was relativ einfach funktioniert: Vergleichen Sie bei den einschlägigen Portalen im Internet die Strompreise und wählen Sie einen günstigeren Versorger. Dabei muss man allerdings mit Verstand vorgehen. So glänzen etwa einige Versorger mit besonders niedrigen Kosten, wenn man ein gewisses Stromkontingent kauft und im voraus bezahlt. Der Haken dabei: Vorauszahlungen sind verloren, wenn der Anbieter pleite ist – und das hat es durchaus schon gegeben. Außerdem sollte man, selbst wenn man einem Anbieter hinreichend vertraut, um ihm einen Vorschuss zu zahlen, die Stromkosten prüfen, die bei Überschreiten des Kontingents anfallen. Ganz genau lässt sich der Verbrauch nie kalkulieren, und wenn nach dem Aufbrauchen des vorausbezahlten Stroms horrende Kilowatt-Preise aufgerufen werden, ist an der Sparfront auch nichts gewonnen. [ha]

Wo liegen die Sparpotenziale?


Kontobuch und Taschenrechner
Strom spart man in vielen kleinen Schritten. Das ist nicht immer ganz einfach zu überblicken, zumal es bei den Einzelposten oft nur um wenige Euro im Jahr geht. Insgesamt aber läppern sich all diese kleinen Posten zu recht ansehnlichen Beträgen. Und Hand aufs Herz: Wenn man einmal beim Verbrauch durchgeblickt hat und die Verhältnisse im Haushalt kennt, macht das Sparen nicht mehr viel Mühe – das ist täglich leicht verdientes Geld. Fazit: Wie viel Sie letztlich durch bewusstes Handeln einsparen, haben Sie selbst in der Hand. [ha]



Fotos: E wie einfach, BMU/Brigitte Hiss, KfW-Bildarchiv/Thoma Klewar, Bund der Energieverbraucher
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Energie sparen im Überblick: