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Energiesparlampen – Daten beachten

Stillleben mit verschiedenen Energiesparlampen

Am 1. September sind Energiesparlampen noch wichtiger geworden als bisher schon: Seit diesem Datum dürfen von herkömmlichen Glühlampen nur noch Restbestände abverkauft werden (wir berichteten). Um so wichtiger wird es, die technischen Daten der kompakten Leuchtstofflampen richtig zu deuten. Soviel vorweg: Die schlichte Gleichung X Watt bei einer herkömmlichen „Glühbirne“ entsprechen Y Watt bei der Energiesparlampe führt häufig in die Irre. Hier ein kurzer Wegweiser, mit dessen Hilfe Sie beim Lampenkauf die richtige Wahl treffen.



Die wichtigste Angabe bei einer Lampe ist die Helligkeit, gemessen in Lumen. (Für Physik-Interessierte: Damit wird der Lichtstrom im Bereich des sichtbaren Lichts angegeben.) Merken müssen Sie sich aber nur eins: Je höher die Lumen-Zahl, desto heller brennt die Lampe. Dass die bisherige Angabe in Watt bei Glühlampen einen recht zuverlässigen Rückschluss auf die Helligkeit und damit einen sicheren Vergleich verschiedener Lampen erlaubte, liegt daran, dass die Lampen einigermaßen gleichmäßig einen Großteil der aufgenommenen elektrischen Leistung als Wärme abstrahlten und der kleine, wirklich in Licht umgewandelte Anteil sich bei allen Glühlampen im gleichen Prozentbereich bewegte.

Bei Energiesparlampen ist das anders. Hier spielt auch eine Rolle, wie effizient die elektrische Energie wieder als Licht abgegeben wird – und da gibt es durchaus bedeutende Unterschiede. Um wirklich das höchstmögliche Sparpotenzial herauszuholen, sollten Sie Energiesparlampen der Effizienzklasse A kaufen.

Wenn Sie das berücksichtigen, können Sie sowohl herkömmliche Glühlampen mit Energiesparlampen vergleichen als auch Energiesparlampen untereinander. Zur besseren Übersicht hier eine Tabelle:

Grafik Helligkeitsvergleich Glühlampen und Energiesparlampen

Ein Beispiel: Sie suchen eine Lampe als Ersatz für eine 40-Watt-Glühbirne. Die Helligkeit dieser Glühlampe liegt bei etwa 405 Lumen, die mit einer 9-Watt-Energiesparlampe der Effizienzklasse A zu erreichen ist. Finden Sie die im Handel, haben Sie also die richtige Wahl getroffen. Sehen Sie aber eine 405-Lumen-Lampe, die nennenswert mehr als 9 Watt aufnimmt, holen Sie damit nicht das optimale Energiespar-Potenzial heraus.


Grafik Lichtfarben bei Energiesparlampen
Der Energieverbrauch ist jedoch nicht der einzige Punkt, auf den Sie beim Lampenkauf achten sollten. Wichtig ist beispeilsweise auch die Lichtfarbe. Sie wird als „Lichttemperatur“ in Kelvin oder kurz K angegeben. Herkömmliche Glühlampen haben einen gelblichen, warmen Farbton. Möchten Sie eine entsprechende Beleuchtung mit Energiesparlampen erzielen, kaufen Sie Lampen mit etwa 2700 K beziehungsweise der Bezeichnung „Warmweiß“ oder „Warmwhite“. In anderen Bereichen möchten Sie vielleicht eher eine Beleuchtung mit Tageslichtcharakter haben, die Farben neutraler darstellt. Auch dafür gibt es Lösungen, ebenso wie für Lampen, die noch stärker in den Bereich Gelb-Orange gehen als die warmweißen Exemplare. Das Schaubild gibt dazu Anhaltspunkte, unten noch eine Skala zur Verdeutlichung.

Diagramm Farbtemperaturen und Lichtfarben
Farbtemperatur in Kelvin und entsprechende Lichtfarbe


Interessant ist auch die Angabe zur Aufstartzeit. Sie ist wichtig für den jeweiligen Einsatzort. Im Wohnzimmer, in dem man sich meist länger aufhält, ist es verschmerzbar, wenn eine Lampe eine gewisse Zeit braucht, um ihre volle Helligkeit zu erreichen. Bei einer Treppenhausbeleuchtung dagegen sollte das deutlich schneller gehen. Auch hierzu finden Sie Angaben auf der Lampenpackung, ebenso wie zur Dimmbarkeit.

Für die Umwelt wichtig ist neben dem Stromsparen auch der Gehalt an Quecksilber, das in Energiesparlampen enthalten ist. Möglich ist heute die Produktion von Lampen, in denen dieser giftige Stoff in einer Legierung gebunden ist und deshalb beim Zerbrechen der Lampe nicht mehr als Dampf freigesetzt wird. Übrigens gehören auch diese Lampen nicht in den Hausmüll, wenn sie ausgedient haben. Abgesehen vom Schadstoffgehalt werden Teile von Energiesparlampen recycelt. Deshalb sollte man sie grundsätzlich in der Wertstoffsammlung abgeben. [ha]


Fotos: epr/Megaman
Grafiken: epr/Megaman (2); Deborah S Krolls/
Dkroll2 (Lizenz: GNU FDL) (1)
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