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Holz-Pellets mit Gütesiegel

Spielzeug-Eisenbahn aus Holz mit Pellets beladen

Heizen mit Holz ist so beliebt wie seit den Zeiten unserer Urgroßmütter nicht mehr. Bloß werden heute seltener ganze Scheite ins Feuer geschoben, sondern moderne Zentralheizungs-Anlagen und Einzelöfen beziehen ihre Energie aus sogenannten Pellets. Das sind gepresste Rundlinge aus Holzspänen, die an übergroßes Fischfutter erinnern – inzwischen sieht man sie allenthalben in Baumärkten und bei Baustoffhändlern. Dass es bei den Pellets recht unterschiedliche Qualitäten gibt, ist vielen Käufern jedoch nicht bewusst. Dem will die Initiative Holz und Pellets abhelfen und propagiert das Gütezeichen ENplus, das für hochwertige Pellets stehen soll.



Zwar ist die Qualität von Holzpellets seit diesem Jahr durch eine EU-Norm geregelt, das ENplus-Siegel geht jedoch darüber hinaus, so Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts. Zu diesem Zweck werden von akkreditierten Prüfinstituten Hersteller und Handel regelmäßig kontrolliert, außerdem wird das fertige Produkt begutachtet.

15-kg-Sack Pellets mit EN-plus-Logo
Dabei spielt für ENplus-Pellets außer den in der Norm festgehaltenen Kriterien als weiterer Qualitäts-Maßstab die sogenannte Ascheerweichungstemperatur eine Rolle. Die ist vor allem wichtig für den langfristig störungsfreien Betrieb von Öfen. Sie basiert darauf, dass ab einer bestimmten Temperatur sich die Verbrennungsrückstände der Pellets verflüssigen. Das ist für sich genommen noch nicht tragisch – nur werden sie bei sinkender Temperatur auch wieder fest und können dann im Ofen anhaften und ihn mit der Zeit verschlacken. Je höher die Erweichungstemperatur, desto besser. In der Qualitätsstufe A1 muss diese Temperatur bei mindestens 1200 °C liegen.

Auf dem ENplus-Siegel ist neben den Qualitätsstufen (A1 oder A2) auch eine Identifikationsnummer für Hersteller und Händler zu finden. Darüber lässt sich im Zweifelsfall die gesamte Produktionskette zurückverfolgen. Bei Sackware ist das Siegel auf die Verpackung gedruckt, bei Lieferung mit dem Silowagen befindet es sich auf dem Lieferschein bzw. der Rechnung.

Noch eine kurze Erläuterung zu den Qualitätsstufen:

A1-Pellets besitzen den niedrigsten Aschegehalt. Pellets dieser Klasse empfehlen sich für Einzelöfen und Heizanlagen bis zu einer mittleren Größe.

A2-Pellets mit etwas höherem Ascheanteil eignen sich gut für größere Heizanlagen.

B-Pellets sind für die Verwendung in der Industrie gedacht.

Weitere Informationen und Details erhalten Sie bei der Initiative Holz und Pellets und beim Deutschen Pelletinstitut. Dort können Sie auch eine Informationsbroschüre als PDF-Datei herunterladen. [ha]


Fotos: djd/Initiative Holz und Pellets (2), Deutsches Pelletinstitut (1)
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