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Holzwürmer ohne Gift bekämpfen

(Foto: Holzschädling Gemeiner Nagekäfer Anobium punctatum)
Was für uns zur Einrichtung und Wohnungsausstattung zählt, ist für andere Lebewesen schlicht Nahrung: Möbel, Holzverkleidungen oder Bodenbeläge. Besonders berüchtigt ist hier der sogenannte Holzwurm. Dabei handelt es sich eigentlich um den Gemeinen Nagekäfer (Anobium punctatum) und seine Larven. Die Aktivitäten der Tiere sind nicht auf antike Möbel beschränkt, trotzdem sind sie dort häufiger anzutreffen und richten zuweilen besonders ärgerliche Schäden an. Bei der Bekämpfung kann man zu Giftstoffen greifen, man kann aber auch das Holz so imprägnieren, dass es als Nahrung für den Holzwurm uninteressant wird.



Der Nagekäfer gedeiht besonders gut in einer kühlen, feuchten Umgebung. Deshalb sind nicht selten ältere Möbel betroffen, die eine Zeitlang in Kellern, in Scheunen oder an anderen entsprechend klimatisierten Orten gelagert wurden. Hier wachsen die Larven im Holz heran, fressen sich hindurch und erzeugen dabei die charakteristischen Fraßgänge.

Fraßlöcher und Holzmehlauswurf des Holzwurms
Nach ein bis acht Jahren werden aus den Larven Käfer, die ausfliegen, sich paaren und dann ihre Eier besonders gerne genau dort ablegen, wo sie selbst aufgewachsen sind: Ein einmal befallenes Möbelstück oder Bauelement wird bevorzugt wieder zum Opfer der Schädlinge. Finden sich an einem Holzgegenstand Ausfluglöcher des Nagekäfers, besteht also Handlungsbedarf. Sehr dringend wird er, wenn man kleine Bohrmehlhäufchen entdeckt, die von einem akuten Befall zeugen.

Zur Bekämpfung des Holzwurms werden zahlreiche Mittel und Methoden angeboten, die die Schädlinge vergiften, ersticken oder durch Überhitzung abtöten. Eine Alternative dazu hält der Naturfarbenhersteller Leinos bereit: Sein
Packungsabbildung Leinos Holzwurmfrei 130
Holzwurmfrei 130 verfestigt das Holz und macht es dadurch als Nahrungsquelle uninteressant. Damit wirkt das Mittel auch vorbeugend und kann zudem unabhängig von einem Schädlingsbefall poröse Hölzer festigen.

Die Anwendung erfolgt durch mehrmaliges Streichen oder Spritzen, dabei muss jedes Fraßloch gründlich durchtränkt werden. Kleinere Gegenstände lassen sich auch durch Eintauchen behandeln. Die Einwirkzeit richtet sich dann nach dem Feuchtegehalt des Holzes: Je feuchter das Holz ist, desto länger muss das Werkstück eingetaucht bleiben.

Weitere Informationen zum Holzwurmfrei gibt es auf der Website des Herstellers. Im Detail über Inhaltsstoffe und Anwendung informiert auch das Technische Merkblatt zum Produkt, dass Sie dort kostenlos als PDF herunterladen können. [ha]


Fotos: entomart, Frank Vincentz (Lizenz: cc-by-sa 3.0, Leinos
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