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Stürze auf der Baustelle vermeiden

(Foto: Baustelle mit Erdgeschoss im Rohbau)

Größere Sanierungsvorhaben, umfassende Renovierungen oder gar ein kompletter Neubau sind für Heimwerker Ausnahmesituationen. Das gilt nicht nur für die jeweils zu erledigenden Aufgaben, auch das Umfeld einer Baustelle ist ungewohnt. Ein guter Grund, doppelt vorsichtig zu sein, denn hier lauern etliche Gefahren, die sonst im Alltag nicht vorhanden sind. Ein Blick zu den Bauprofis zeigt, dass man diese Gefahren auch dort ernst nimmt: Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft hat etliche Tipps zur Vermeidung von Unfällen veröffentlicht, von denen man sich als Heimwerker ohne weiteres eine Scheibe abschneiden darf.



Mehr als 20 Prozent der Unfälle auf dem Bau geschehen durch Stürze aus geringer Höhe, durch Ausrutschen oder Stolpern. Kein Wunder, denn auf einer Baustelle sieht es jeden Tag anders aus, verschiedenste Materialien und Werkzeuge sind im Einsatz oder müssen gelagert werden, und unter Termindruck kommt schon einmal Hektik auf. Folgende Grundsätze sollten Sie deshalb beherzigen:


Stolperfallen vermeiden


Arbeiter deckt Bodenöffnung ab
Lassen Sie Werkzeuge, Verbrauchsmaterial oder auch dessen Verpackungen nicht einfach herumliegen, sondern räumen Sie sie jeweils beiseite. Baustellenwege müssen frei bleiben, hier sollten keine Baustoffe bereitgehalten und kein Schutt abgeladen werden.
Auch Kabel und Leitungen sollten nicht im Weg liegen. Ist das im Einzelfall nicht zu vermeiden, kann die Stolpergefahr durch abgeschrägte Kabelbrücken entschärft werden. Solche Brücken sind im Baustoffhandel erhältlich, mit etwas Geschick kann man sie auch selbst konstruieren.
Öffnungen im Boden, etwa ein vorbereiteter Revisionsschacht, sollten abgedeckt werden. Die Abdeckung muss so stabil sein, dass man beim Begehen nicht durchbricht, und sie sollte gegen Verschieben gesichert sein – etwa durch untergeschraubte Leisten wie im Foto rechts. Gibt es größere Öffnungen wie Treppenlöcher, dann müssen sie auf drei Seiten mit einem Geländer gesichert werden.


Treppen und Podeste


Treppen sind schon im Alltag ein Bereich, in dem es leichter zu Stürzen kommt. Umso wichtiger, etwa beim Transport von Material ins nächste Stockwerk immer darauf zu achten, dass man stets die Stufen im Blick hat.
Allgemein, aber vor allem an Stufen, Podesten und Treppen ist auf eine gute Beleuchtung zu achten. Baustellenleuchten sind nicht allzu teuer, also sollte man eher eine mehr als eine weniger aufstellen. Zweckentfremdete Schreibtisch- oder Nachttischlampen sind übrigens auch auf der Privatbaustelle kein geeigneter Ersatz.
Auch aus geringer Höhe sollte man nicht einfach herunterspringen. Nach Angaben der BG Bau wirkt schon bei einem Sprung aus 1 m Höhe das Sechsfache des Körpergewichts auf die Gelenke. Das kann zu Zerrungen oder Verstauchungen führen, aber auch Fersenbeinbrüche als Folge wurden nicht selten beobachtet.


Rutschgefahren beseitigen


Gerade wenn man mit Zementbaustoffen arbeitet, geht beim Anmischen schon einmal Wasser daneben. Aber auch Farbeimer können umstürzen oder andere Flüssigkeiten wie Öle können auslaufen. Beseitigen Sie solche
Arbeitsschuhe mit Profilsohlen
Verschmutzungen sofort, denn hier besteht erhebliche Rutschgefahr.
Im Winter oder bei schlechtem Wetter fängt der Schutz vor Ausrutschern schon draußen an. Durch Eis, Schnee oder starken Regen glatt gewordene Zuwege müssen gesichert und ggf. gestreut werden.
Einen unentbehrlichen Schutz gegen Ausrutscher, aber auch gegen manchen Stolperunfall sollte man nie vergessen: geeignete, widerstandsfähige Schuhe. Auch wer in seinen eigenen vier Wänden handwerklich aktiv wird, sollte das nicht in Flipflops, leichten Sandalen oder gar barfuß tun. [ha]


Fotos: -partry-, BG Bau, Yacov Shpeizer
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