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Einbruch: drei populäre Irrtümer

Haus mit erleuchteten Fenstern von Bäumen umgeben

Wir stecken mitten in der dunklen Jahreszeit – die Sonne verschwindet schon am späten Nachmittag, und dann beginnt für so manchen Einbrecher der Arbeitstag. Bis zu 70% mehr Einbrüche als im übrigen Jahr verzeichnet die Polizei in den Monaten mit früh hereinbrechender Dämmerung. Allerdings – und darauf weist der österreichische Hersteller von Sicherheitstechnik EVVA hin – haben die Übeltäter oft nicht zuletzt deshalb leichtes Spiel, weil etliche Hausbesitzer sinnvolle Sicherungsmaßnahmen unterlassen. Und daran wiederum sind auch einige schwer ausrottbare Irrtümer schuld, mit denen die Sicherheitsexperten gerne ein für alle Mal aufräumen würden.



1. Irrtum: Bei mir ist nichts zu holen, da bricht auch niemand ein
Um diesen Mythos zu entlarven, muss man nur einmal kurz nachdenken: Woher soll denn der Einbrecher wissen, ob etwas zu holen ist oder nicht? Das weiß er erst, wenn er eingestiegen ist. Und dann wird mitgenommen, was halbwegs gewinnbringend zu versilbern ist. Der alte Computer mag nur noch einen geringen Wert haben, der Dieb wird ihn trotzdem einpacken – und mit ihm womöglich wichtige Daten, die Familienfotos der letzten Jahre oder die gesammelte E-Mail-Korrespondenz.

Außerdem unterschätzen viele Menschen den Wert ihre Besitzes, vor allem den ideellen oder emotionalen Wert. Den stellt man erst fest, wenn man entsprechende Gegenstände verloren hat, zu allem Überfluss auch noch Einbruchschäden an Fenstern und Türen beheben muss und das ungute Gefühl hat, in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher zu sein.


2. Irrtum: Wenn ein Einbrecher unbedingt ins Haus will, kommt er sowieso hinein
Natürlich: Kein Hindernis ist unüberwindbar. Aber das muss es auch gar nicht sein. Denn wären Einbrecher fleißig und ausdauernd, würden sie einem ehrlichen Beruf nachgehen. Bei Tür- und Fenstersicherungen kommt es deshalb darauf an, den finsteren Gestalten das Leben möglichst schwer zu machen. Wenn ein Einbruch langwierig und umständlich zu werden verspricht, lassen die Täter oft von ihrem Versuch ab und sehen nach, ob es im nächsten Haus oder in der nächsten Straße nicht einfacher geht.

Nicht zu vergessen: Einbrecher stehen unter Zeitdruck, denn ihnen droht ständig die Gefahr entdeckt zu werden. Deshalb sind ungesicherte Fenster und Türen besonders gefährdet, denn hier kann man ohne großen Aufwand schnell eindringen. Um eine ungesicherte Eingangstür zu überwinden, braucht ein geübter Krimineller gerade einmal 30 Sekunden, ein Fenster oder eine Terrassentür ohne Sicherung sind sogar oft schon nach 10 Sekunden geknackt.

Grafik: Typische Einbruchsdauer bei ungesicherten Fenstern und Türen

Schnelle Einbrecher: Fenster oder Terrassentür können schon in 10 Sekunden überwunden werden, wenn man sie nicht sichert.


3. Irrtum: Einbrecher kommen nachts, da darf man tagsüber sorgloser sein
Die Erfahrung lehrt etwas anderes. Viele Wohnungseinbrüche geschehen spontan. Der Einbrecher beobachtet, dass jemand kurz zum Einkaufen geht und beim Weggehen die Tür nur hinter sich zuzieht oder ein Fenster gekippt lässt – deutlicher kann man eine Einladung kaum aussprechen. Dabei ist es übrigens oft unerheblich, ob sich ein offenes Fenster im Obergeschoss befindet. Wenn es einigermaßen gut erreichbar ist, etwa über ein Vordach, eine Garage, ein Spalier oder eine Gartenmauer, dann ist es auch einbruchgefährdet.

Und natürlich verschwimmt zur Zeit der Unterschied zwischen Tag und Nacht ohnehin, wenn es schon um fünf Uhr nachmittags dunkel wird. Deshalb sollte man grundsätzlich auch tagsüber die vorhandenen Schlösser auch verschließen und keine Fenster offen stehen lassen. Übrigens ohne triftigen Grund auch dann nicht, wenn man zu Hause ist, denn Einbrüche trotz Anwesenheit der Bewohner nehmen zu.

Grafik: Die häufigsten Wege, ins Haus einzudringen

Am beliebtesten bei Einbrechern sind Fenster, gefolgt von Eingangstüren, Terrassen- und Balkontüren, Kellertüren und -fenstern und sonstigen Gelegenheiten zum Eindringen.


Fazit: Sicherheitstechnik einbauen und auch benutzen
Es kann also keinesfalls schaden, Fenster und Türen zu sichern und bei Bedarf entsprechende Technik nachzurüsten. Das muss nicht einmal in jedem Fall besonders teuer sein, wenn man die installierten Vorrichtungen individuell auf die jeweilige Situation abstimmt.

Beratung über die vielfältigen Möglichkeiten der Einbruchsicherung gibt es bei Fachhändlern für Sicherheitstechnik, aber auch die Beratungsstellen der Kriminalpolizei stehen Ihnen kostenlos mit Rat und Tat zur Seite. [ha]


Fotos, Grafiken: EVVA
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