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Stiftung testet Weißlacke – Bio verliert

Farbdosse, Pinsel und teilweise lackierte Fläche

Im aktuellen Heft 6/2011 der Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest insgesamt 30 wasserverdünnbare Weißlacke gestestet, darunter befanden sich 18 Produktgleichheiten. Die Ergebnisse waren überwiegend erfreulich. So erhielten 9 von 10 Acryl-Lacken die Note „gut“. Die ebenfalls zum Test angetretenen Biolacke auf Naturharzbasis konnten die Tester jedoch nicht überzeugen. Hier bemängelte die Stiftung eine schlechte Deckkraft und stellte eine deutliche Tendenz zum Vergilben fest.



Titel Zeitschrift test Juni 2011
Zurückzuführen ist das auf das enthaltene Leinöl, das unter Wärmeeinfluss mit der Zeit gelblich nachdunkelt. Bei weißen und anderen sehr hellen Farbtönen ist das Nachdunkeln ein grundsätzliches Problem der Lackherstellung, das die Produzenten der geprüften Naturharzlacke anders als die Acryllack-Produzenten offenbar noch nicht im Griff haben.

Dieser Schönheitsfehler war allerdings nicht der einzige Kritikpunkt bei den gestesteten Biolacken. In den Anstrichen fanden sich auch Kobaltsalze, die als Trocknungsbeschleuniger dienen. Da diese Salze Allergien auslösen können, rät die Stiftung Warentest dazu, beim Abschleifen derart lackierter Flächen eine Feinstaubmaske zu tragen – unserer Ansicht nach generell eine sinnvolle Sache, wenn man in staubbelasteten Umgebungen arbeitet.

Den Test für sich entscheiden konnten also die Lacke auf Acrylatbasis. An der Spitze stehen hier der Premiumlack 2in1 von Alpina, der 2in1-Lack von düfa, Duracryl von Schöner Wohnen Farbe und der 2in1-Lack von Vectra. Der gestestete Weißlack von bio pin erhielt dagegen die Note „ausreichend“.

Die test-Ausgabe 6/2011 erhalten Sie im Zeitschriftenhandel, der Test steht auf www.test.de auch zum kostenpflichtigen Download bereit. [ha]


Fotos: Rainer Sturm/pixelio.de, Stiftung Warentest
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