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Strom sparen im Urlaub

Foto: Steckdosenleiste ausschalten

Während Eltern und Kinder sich am Strand in der Sonne räkeln, dreht zu Hause immer noch einer fleißig seine Runden: der Stromzähler. Wozu eigentlich? Das haben sich auch die Fachleute bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) gefragt und einige ganz simple Tipps zusammengestellt, mit denen man den Stromverbrauch während der Abwesenheit praktisch auf Null bringen kann. Immerhin, so rechnen die Energiespar-Experten vor, kann man auf diese Weise in zwei Wochen mehr als 40 Euro sparen* – reichlich genug, um der ganzen Familie einen Extra-Eisbecher zu spendieren.



Fernsehgerät mit Wandsteckdose
Das Stromsparen gelingt in drei Schritten, die größtenteils kaum Mühe machen. An erster Stelle kommt dabei das Trennen ungenutzter Geräte vom Netz. Ob Fernseher oder HiFi-Anlage, Computer oder der High-tech-Kaffeeautomat – viele Geräte im Haushalt verbrauchen auch dann Strom, wenn sie gar nichts tun und nur darauf warten, dass man sie benutzt. Während das im Alltag tatsächlich sehr bequem ist, hilft es im Urlaub rein gar nichts, denn dann benutzt niemand die Geräte.

Also gibt's nur eins: den Netzschalter betätigen. Wo keiner vorhanden ist, zieht man den Stecker aus der Dose. Das kann zwar bedeuten, dass man bei manchen Stromverbrauchern nach der Rückkehr die Uhr neu einstellen muss, aber das ist schnell geschehen. Übrigens lohnt sich das Abschalten umso mehr, je älter die Geräte sind. In den letzten zwei Jahren wurde für einige Kategorien der Unterhaltungselektronik der sogenannte Standby-Verbrauch auf 1 Watt, später sogar auf 0,5 Watt begrenzt – hier ist nicht viel verloren, wenn das Gerät in Bereitschaft bleibt. Ältere Fernseher dagegen verbrauchen beispielsweise in Ruhestellung zuweilen so viel Strom, wie wenn man in einem Raum permanent das Licht brennen ließe.


Heißwassergeräte im Urlaub ausschalten


Durchlauferhitzer unter der Spüle
Die nächsten Kandidaten auf der Sparliste sind elektrische Heißwasserspeicher. Auch sie sind ständig einsatzbereit und heizen deshalb ihren Inhalt regelmäßig nach. Während des Urlaubs ist das natürlich vollkommen unsinnig. Also greift man auch hier zum Ausschalter. Während des Urlaubs lohnt sich das auch bei großen Geräten. Bei kleinen Wasserspeichern, etwa unter der Küchenspüle, ist es sogar sinnvoll, die Stromzufuhr über Nacht abzudrehen.

Vergessen Sie nicht, nach der Heimkehr den Wasserboiler kurzzeitig stark zu erhitzen. Damit werden Keime abgetötet, die sich im ruhenden Wasser vermehren können – der Fachmann spricht hier vom Stagnationswasser. Übrigens: Wer in der Küche statt eines Heißwasserspeichers einen kleinen Durchlauferhitzer verwendet, erhitzt Wasser nur bei tatsächlichem Bedarf – das ist auch eine Überlegung wert, wenn ein Altgerät eines Tages ausgetauscht werden muss.


Kühl- und Gefriergeräte abtauen


Frau räumt Kühlschrank aus
Ein letzter Tipp gilt Kühl- und Gefriergeräten. Wenn es möglich ist, sollte man die bevorstehende Urlaubsreise als Gelegenheit zum Abtauen nutzen und die Geräte dann abgeschaltet lassen. Beim Kühlschrank ist das meist problemlos möglich, da man darin oft Lebensmittel aufbewahrt, die eine mehrwöchige Abwesenheit ohnehin nicht überstehen würden. Bei Gefriergeräten, die zur langfristigen Vorratshaltung genutzt werden, wird das zuweilen nicht richtig passen. Wenn sich aber die Gelegenheit ergibt, dann tun Sie’s!

Ausgeschaltete Kühlschränke oder Kühltruhen lässt man offen. Am besten wird die Tür währenddessen so blockiert, dass sie nicht zufallen kann. Der Grund: Im Gerät könnte sich sonst Schimmel bilden. [ha]

*Angenommen wurde bei der Berechnung ein Strompreis von 24 Cent pro kWh und ein Jahresstromverbrauch von 4500 kWh.


Fotos: dena, Busch-Jaeger, Clage
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