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Achtung: Giftpflanzen im Familiengarten

Nahaufnahme Früchte der Eibe

Vor allem im Frühjahr, wenn Gärten und Balkone bepflanzt werden, kommt leicht eine unerkannte Gefahrenquelle ins Haus – man bringt sie vom Einkauf im Gartencenter mit, ohne sich des lebensgefährlichen Risikos bewusst zu sein, das sie vor allem für Kleinkinder darstellt. Die Rede ist von giftigen Pflanzen, die häufig ausgesprochen dekorativ sind, bei denen aber teilweise schon der Verzehr kleiner Mengen zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen kann. Die Aktion Das Sichere Haus weist jetzt auf zehn Giftpflanzen hin, die hierzulande häufig anzutreffen sind.



Blühender Oleander
Diese Pflanzen sind beileibe nicht die einzigen Gefahrenquellen. So finden sich beispielsweise auch im Nutzgarten häufig Ursachen für Vergiftungsunfälle – etwa durch rohe Bohnenkerne oder oberirdische Teile von Kartoffelpflanzen. Dennoch ist bei diesen Exemplaren besondere Vorsicht geboten:
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• Blauer und gelber Eisenhut (Aconitum)
Giftig wirken hier vor allem die Samen und die Wurzeln der Pflanzen.

Bilsenkraut (Hyoscyamus)
Beim Bilsenkraut sind alle Pflanzenteile giftig.

Engelstrompete (Brugmansia)
Auch hier können alle Teile der Pflanze zu Vergiftungen führen.

Eibe (Taxus, großes Foto ganz oben)
Besonders gefährlich sind gekaute Nadeln der Eibe, ebenso die Zweige und die Samenkerne. Ungiftig ist nur das rote Fruchtfleisch.

Goldregen
Goldregen (Laburnum, Foto)
Auch hier sind alle Pflanzenteile giftig, am gefährlichsten sind die reifen Samen.

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Alle Teile sind giftig, am gefährlichsten sind Blüte und Samen.

Oleander oder Rosenlorbeer (Nerium oleander, zweites Foto von oben)
Gift enthalten alle Pflanzenteile, in höchster Konzentration die Blätter.

Rizinus oder Wunderbaum (Ricinus communis)
Hier sind die Samen giftig, vor allem die unzerkauten Samen.

Stechapfel (Datura, Foto unten)
Alle Pflanzenteile können zu schweren, lang andauernden Halluzinationen führen.

Tollkirsche (Atropa)
Alle Teile sind giftig, vor allem in den Früchrten konzentriert sich das hochwirksame Gift.

Stechapfel
Grundsätzlich haben in einem Garten, der auch von Kleinkindern genutzt wird, solche Pflanzen nichts zu suchen. Ältere Kinder sollte man zusätzlich über die Gefahren giftiger Pflanzen aufklären und sie immer wieder darauf hinweisen, das sie Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen sollen, denn trotz aller Aufklärungskampagnen sind Giftpflanzen zuweilen immer noch beispielsweise an Spielplätzen zu finden.

Haben Sie den Verdacht, dass Ihre Kinder giftige Pflanzenteile gekaut oder verschluckt haben, sollten Sie sie beobachten. Bei sehr konkretem Verdacht oder spätestens wenn Symptome wie Benommenheit oder Erbrechen auftreten, rufen Sie den Notarzt oder bringen Sie Ihr Kind ins Krankenhaus. Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach der Telefonnummer eines Giftinformationszentrums (Daten dazu gibt es beispielsweise beim Bundesinstitut für Riskobewertung), speichern sie im Handy oder bringen sie leicht auffindbar an der Familien-Pinnwand an.

Titel CD-ROM Vergiftungsunfälle
Weitere Informationen zum Thema Vergiftungen erhalten Sie übrigens auch auf der CD-ROM Achtung!
Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern
. Sie können sie online unter www.das-sichere-haus.de bestellen. [ha]
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Fotos: Aktion Das Sichere Haus, SXC, mgf
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