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Holzboden waschen statt abschleifen

Hund liegt auf Holzboden

Ein Holzboden, dessen Oberfläche mit Öl oder Wachs behandelt ist, muss nicht gleich abgeschliffen werden, wenn er deutliche Benutzungsspuren oder starke Verschmutzung aufweist. Das gilt auch dann, wenn dem Schmutz mit haushaltsüblichen Reinigungsmethoden wie feuchtem Wischen nicht mehr beizukommen ist. Das entscheidende Stichwort heißt hier Ölwäsche – auf diese Möglichkeit weist der norddeutsche Naturfarben-Anbieter biopin hin.



Ölwäsche Gebinde
Doch von vorn: Bei der Oberflächenbehandlung eines Holzbodens hat man zwei Möglichkeiten: Mit Lack versiegeln oder mit Öl bzw. Wachs behandeln. Eine Versiegelung ist robuster, nimmt weniger Schmutz an und lässt sich leichter reinigen. Ein geölter oder gewachster Holzboden wird dafür als natürlicher empfunden, bleibt in gewissen Grenzen diffusionsoffen (im Volksmund gerne als „atmungsfähig“ bezeichnet), und vor allem lassen sich Oberflächenschäden partiell ausbessern, ohne dass man einen Übergang an der Reparaturstelle sieht.

Außerdem kann man so behandelte Dielen oder Parkette auch problemlos nachölen oder -wachsen. Das macht sich die Ölwäsche zunutze. Im Prinzip trägt man dabei eine Schicht des Oberflächenschutzes ab, und zwar nass, ohne Staubentwicklung. Möglich ist das mit einer Boden-Poliermaschine, wie man sie in vielen Baumärkten ausleihen kann.

Nassess Einarbeiten der Ölwäsche
Zunächst wird der Fußboden von losem Schmutz gereinigt, also gefegt und ganz normal gewischt. Dann gießt man eine laut Herstelleranweisung für 3 bis 5 Quadratmeter ausreichende Menge Ölwäsche auf den Boden und verteilt sie nass mit der Poliermaschine. Auf die Maschine montiert man dazu ein 180er Schleifgitter oder ein entsprechendes (in der Regel grünes) Schleifpad. Nachdem die Ölwäsche gründlich eingearbeitet ist, wird das verschmutzte Öl mit einer Gummi-Rakel und einem Kehrblech abgenommen und entsorgt.

Mit dieser Methode wird abschnittsweise die komplette Bodenfläche bearbeitet. Im nächsten Schritt kommt die Poliermaschine mit dem weißen Polierpad zum Einsatz. Damit lässt sich der behandelte Boden dann trockenpolieren. Auf kleinen Flächen genügt dafür auch ein sauberer, fusselfreier Lappen. Anschließend lässt man das Holz ganz durchtrocknen – das dauert etwa sechs bis zwölf Stunden. Nach Wunsch lässt sich der Boden nun mit Hartöl oder Hartwachsöl weiter behandeln oder auch später bei Bedarf mit einem dünnen Auftrag per Lappen nachbessern.

Abrakeln des verschmutzten Überschusses   Öl-Überschuss aufnehmen mit dem Kehrblech

Natürlich lassen sich mit dieser Methode keine tiefen Schrammen ausbessern, und der Boden wird nicht aussehen wie frisch verlegt. Das ist nach unserer Ansicht allerdings kein echtes Manko. Holz am Boden darf ohne weiteres sein Alter und eine gewisse Patina zeigen und wird trotzdem sauber und gepflegt wirken.

Mehr Informationen zum gezeigten Produkt erhalten Sie unter www.biopin.de. Erhältlich ist es im Fachhandel, bei OBI oder im biopin-Onlineshop. Die Dose zu 2,5 Liter kostet gut 40 Euro. [ha]


Fotos: djd/biopin, SXC
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