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Heizung wird fit für den Winter

Symboldfoto mit Geld, Heizkörperventil und Geldscheinen

Etwas Zeit bleibt noch, bis die Heizung eingeschaltet werden muss. Zeit, die man nutzen kann, um über die Senkung des Heizenergie-Verbrauchs nachzudenken. Beim Nachdenken darf es natürlich nicht bleiben – einige Maßnahmen kann man auch kurzfristig ergreifen und noch in diesem Winter von der Einsparung profitieren. Von diesen kurzfristig wirkenden Kostenbremsen bis hin zum großen Wurf der Heizungs-Erneuerung hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) eine Reihe von Tipps zusammengestellt. Hier ein Überblick.



Isolierschalen aus Mineralwolle für Heizungsrohre
Eine ganz einfach und kostengünstig realisierbare Gelegenheit zum Energiesparen sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen: Rohre für Heizung und Warmwasser dämmen. Überall, wo diese Rohre durch ungeheizte Räume führen, geben sie nutzlos Wärme ab, die natürlich trotzdem bezahlt werden muss. Dem einen Riegel vorzuschieben, ist für Heimwerker eine Sache, die meist an einem Nachmittag erledigt ist. In Baumärkten gibt es fertige Isolierschalen aus Polyethylen oder Mineralwolle, die man lediglich auf Maß schneiden, um die Rohre legen und mit Klebeband fixieren muss. Schon ist Schluss mit Wärmeverlusten im kalten Keller oder unterm Dach.

Bei einer anderen kurzfristigen Maßnahme ist eher der Fachmann gefragt, denn er kann die Heizung regelmäßig warten. Den Effekt sollte man nicht unterschätzen, denn Heizkessel können durch falsche Einstellungen oder kleinere Defekte in ungünstigen Lastbereichen arbeiten, sich zu oft einschalten oder auf andere Weise unnötig Brennstoff durch den Kamin schicken. Wenn man mit einem vertrauenswürdigen Installateur einen Wartungsvertrag abschließt, kann man die jährliche Durchsicht nicht vergessen und hat das beruhigende Gefühl, dass die Anlage im optimalen Betriebszustand arbeitet. Meist ist man mit Kosten von unter 100 Euro pro Jahr dabei.

programmierbares Thermostatventil
Lediglich einmal muss ein sogenannter hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Dabei stellt der Fachmann alle Komponenten der Heizung so ein, dass die Wärme im gesamten Haus gleichmäßig und am jeweiligen Ort genau nach Bedarf bereitgestellt wird. Die Kosten dafür sind gut angelegt. Bei der Gelegenheit können Sie den Profi auch gleich nach Thermostatventilen für Ihre Heizkörper fragen – soweit Sie noch keine eingebaut haben. Sie sind schnell angebracht und sparen die Heizenergie ein, die sonst durch Vergesslichkeit oder nicht bedarfsgerechte Einstellungen vergeudet wird.

Techniker erklärt Hausherrin die neue Heizungspumpe
Eine etwas größere Investition erfordert die Erneuerung der Heizungspumpe. Das ist der Bestandteil der Anlage, der das warme Heizungswasser durchs Haus zirkulieren lässt. Alte Pumpen sind oft ungeregelt und pumpen nahezu ununterbrochen. Das kostet vor allem Strom. Mit einer hocheffizienten Pumpe der Energieeffizienzklasse A lässt sich dieser Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent senken – eine deutliche Verringerung, die die Kosten für eine neuen Pumpe innerhalb weniger Jahre wieder hereinholen kann.

Installatuer beim Heizungstausch
Der größte Schritt ist sicher ein neuer Heizkessel. Auch dafür gibt es gute Gründe und Gelegenheiten, etwa wenn der alte Kessel seit mehr als 20 Jahren das Haus heizt oder wenn ohnehin eine teure Reparatur ansteht. Ehe man das Herz der Heizanlage austauscht, sollte man sich allerdings gründlich darüber informieren, auf welche Technik man zukünftig setzen kann. Neben ausgereiften Lösungen wie einem Brennwertgerät kommen auch Kessel für regenerative Brennstoffe wie Biogas oder Holzpellets in Frage, ebenso Wärmepumpen oder Solaranlagen.

Hilfreich bei dieser Entscheidung können auch Informationen über öffentliche Fördergelder sein, denn der Bund, die Länder oder auch örtliche Energieversorger steuern für kostensparende Heiztechnik in vielen Fällen Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen bei. Einen Überblick zu Fördermöglichkeiten bietet der dena-Förderrechner, den Sie online unter www.zukunft-haus.info/foerderrechner erreichen. Bei der ersten Abschätzung von Einsparpotenzialen Ihrer Heizung hilft Ihnen die Seite www.zukunft-haus.info/heizcheck. [ha]


Fotos: Initiative Erdgas pro Umwelt, Fachverband Mineralwolleindustrie, OBI, djd/Wilo, KfW/Thomas Klewar
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