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Elektrische Sicherheit überall

(Foto: PRCD-S mit Gummihülle)

Wo die Elektroinstallation fehlerhaft ist, können schon kleine Missgeschicke oder alltägliche Handgriffe zu schweren Unfällen führen: Das Anbohren einer Stromleitung oder das Berühren eines Elektrogeräts mit Metallgehäuse können dann im ungünstigsten Fall Wechselstrom mit voller Netzspannung durch den Körper fließen lassen. Die Folgen reichen bis hin zu schweren Verletzungen oder gar Todesfällen. Normalerweise sind in modernen Installationen Sicherheitseinrichtungen vorhanden, die solche Unfälle verhindern, indem sie den Strom bei Fehlfunktionen praktisch sofort abschalten. Auf Baustellen, in verbastelten Hausinstallationen oder in sorglos errichteten Provisorien darf man mit diesem Schutz nicht rechnen.



Wer kennt beispielsweise den Zustand der Elektroanlage in einem Altbau, den man ausbauen und sanieren möchte? Oder wer weiß, wie fachkundig der nette Nachbar, dem man bei der Reparatur des Gartenhäuschens hilft, die dortige Stromversorgung realisiert hat?
Wand anbohren
Richtig: Niemand weiß das. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte einen Blick auf die Technik werfen, die Profis in solchen Situationen einsetzen. Dazu zählt beispielsweise die transportable Schutzeinrichtung PRCD-S von Kopp.

Die Abkürzung steht für „Portabel Residual Current Device – Safety“. Diesen Bandwurmbegriff muss man sich nicht merken, wichtiger ist, was dahinter steckt: Das PRCD-S-Gerät lässt sich so einfach wie eine Verlängerungsschnur zwischen Steckdose und Verbraucher stecken, etwa eine Bohrmaschine oder ein anderes Elektrowerkzeug. Dieses Gerät erhält anschließend nur dann eine Verbindung zur Stromversorgung, wenn die Installation intakt und korrekt ausgeführt ist, beispielsweise wenn ein Schutzleiter vorhanden und richtig angeschlossen ist.

Außerdem enthält das Gerät eine Fehlerstromschutzschaltung (FI-Schalter). Diese Schutzeinrichtung überwacht den hin- und zurückfließenden Strom. Stellt sie dabei eine Differenz fest – etwa dann, wenn ein Strom über einen menschlichen Körper zur Erde abfließt –, dann trennt sie die Stromversorgung an allen Polen außer dem Schutzleiter. Ziel der Sache: Die Zeitdauer, in der ein Fehlerstrom fließt, soll so kurz sein, dass keinerlei Schäden entstehen.

PRCD-S mit Aluminiumgehäuse
Eine weitere integrierte Sicherheitsmaßnahme ist die sogenannte Unterspannungsauslösung. Das ist eine praktische Sache, die sich auch in der heimischen Hobbywerkstatt nützlich machen kann: Fällt beispielsweise während der Arbeit der Strom aus, dann laufen die angeschlossenen Maschinen nach der Wiederkehr nicht automatisch wieder an, sondern man muss ihre Versorgung durch einen Knopfdruck wieder einschalten. Bei aggressiven Geräten wie Kreissägen, Winkelschleifern oder Elektrohobeln wird so schweren Verletzungen vorgebeugt.

Auch Fremdspannungen auf dem Schutzleiter, wie sie beim versehentlichen Anbohren einer Stromleitung auftreten können, führen zum Auslösen der Schutzeinrichtungen.

Die PRCD-S-Geräte sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Je nach Einsatzzweck erhält man beispielsweise auch Modelle, die gegen Staub und Wasser geschützt sind, ein Aluminiumgehäuse gegen mechanische Belastung besitzen (Foto), zugleich als Verteiler für 400-V-Versorgungen dienen oder etwa in eine Kabeltrommel integriert sind. Gewerbliche Anwender können mit dem Einsatz übrigens etliche Unfallverhütungs- und Arbeitsschutzvorschriften erfüllen. Details dazu finden Sie auf der Website des Herstellers. [ha]


Fotos: Heinrich Kopp GmbH (2), Bosch (1)
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