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Ausgewachsene Bäume im Garten pflanzen

(Foto: Solitär-Eiche)

Zwei Dinge sind für Neubaugebiete typisch: Häuser nach der jeweils aktuellen Architektur-Mode und Gärten mit noch recht spärlicher Vegetation. Das erstere kann durchaus attraktiv sein, das zweitere ist es selten. Doch ein Garten kann sich erst mit der Zeit entwickeln, und Bäume etwa müssen viele Jahre wachsen, bis sie einem Garten als markante Schattenspender dienen. Müssen Sie das wirklich? Im Prinzip ja, aber es gibt durchaus Wege, auch ältere Bäume in einen neu angelegten Garten zu pflanzen. Dafür ist die Hilfe von Spezialisten nötig, die über das notwendige Gerät und die entsprechende Erfahrung verfügen.



Älteren Baum ausgraben
Mehrere Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen erwachsenen, teils mehrere Jahrzehnte alten Baum in den eigenen Garten zu holen. Zum einen muss der Wunschbaum zum geplanten Standort passen. Zum anderen sollte man einen geeigneten Zeitpunkt für das Verpflanzen wählen. Und schließlich sollte der Baum schon während seiner bisherigen Lebenszeit auf den Einsatz an einem anderen Ort vorbereitet worden sein.

Kompetente Ansprechpartner in der Planungs- und Ausführungsphase sind beispielsweise spezialisierte Landschaftsgärtner. Sie können beurteilen, wie gut die Ansprüche des Baums zum beabsichtigten Standort passen, sie kennen die Betriebe, in denen geeignete Bäume herangezogen werden, und sie haben Zugriff auf die Spezialmaschinen, die zum Auspflanzen, Verladen, Transportieren und Einsetzen des Baums benötigt werden.

Der günstigste Zeitpunkt für das Verpflanzen ist regelmäßig der Winter. Dann befinden sich die Bäume in der Ruhephase und tragen kein Laub. Das hat zwei Vorteile: Für den Baum bedeutet das weniger Stress und bietet ihm Gelegenheit, sich bis zum Austreiben im Frühjahr an den neuen Standort zu gewöhnen. Außerdem ist ein unbelaubter Baum leichter und lässt sich einfacher transportieren.


Nicht jeder Baum eignet sich


Allerdings kann man nicht jeden beliebigen alten Baum verpflanzen. Die für diesen Zweck vorgesehenen Exemplare werden in Spezialbaumschulen während ihres Wachstums bereits mehrfach umgepflanzt. Damit erreicht man, dass die Bäume kompakte Wurzelballen bilden, die sich leichter ausgraben und wieder einpflanzen lassen und mit denen sich auch der Transport problemlos gestaltet.

Alten Baum einsetzen
Schweres Gerät ist trotzdem dafür nötig. Es reicht von geländegängigen Maschinen zum Ausgraben über Hebebühnen und Sattelschlepper bis zu Baggern und Kranen. Damit lassen sich Bäume versetzen, die je nach Art bis zu 30 Tonnen schwer sein und einen Stammumfang von bis zu 2 m aufweisen können.

Dass dies nicht für Kleingeld zu haben ist, liegt auf der Hand, auch wenn sich kein allgemeingültiger Preisrahmen nennen lässt – je nach Art und Alter des Baumes und den Verhältnissen vor Ort können sich die Kosten in einem breiten Spektrum bewegen. Falls Sie sich mit dem Gedanken tragen, einen alten Baum in Ihren Garten setzen zu lassen, sollten Sie deshalb mit dem Fachmann verschiedene Varianten sorgfältig erörtern, bis Sie zu einer Lösung kommen, die sowohl zu Ihren Wunschvorstellungen als auch zu Ihrem Budget passt. Immerhin kann ein Baum mehrere Menschengenerationen überdauern. Eine Entscheidung wirkt also weit in die Zukunft hinein. [ha]


Fotos: Andreas Krappweis/SXC (1), BGL (2)
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